Was ist mein Haus wert?

Verkaufe ich unter Wert? Sind meine Preisvorstellungen zu hoch? Ist der Wert meiner Immobilie in den letzten Jahren so stark gesunken? Woher weiß ich, ob meine Wünsche bezüglich des Verkaufspreises realistisch sind?

Gründe zur Bewertung einer Immobilie

Je nachdem, weswegen man den Wert der eigenen vier Wände ermitteln möchte, fällt einem dieser Schritt leichter oder schwerer. Um beispielsweise nach einer Trennung in eine neue Wohnung zu ziehen, müssen sich viele erst mit dem Verkauf und dem Wert des Eigenheims befassen. Mit einem Gebäude können daher Emotionen verknüpft sein, die dem Verkauf positiv oder negativ gegenüberstehen. Es gibt aber auch viele andere Situationen, in denen sich die Wertermittlung eines Hauses lohnt:

  • Man möchte sich wohnlich verändern und eine Verhandlungsbasis für Verkaufsgespräche schaffen.
  • Finanzielle Investitionen in eine Firma, ein neues Auto oder die Altersvorsorge stehen an und der Hausverkauf soll diese (teilweise) ermöglichen.
  • Vermögenswerte lassen sich vergleichsweise risikofrei vermehren und stellen somit eine gute Kapitalanlage dar. Sie sind nicht so stark von einer Inflation betroffen beziehungsweise man kann leicht auf inflationäre Verhältnisse reagieren.
  • Um einen Kredit bei einer Bank zu erhalten, muss man Rücklagen vorweisen. Die erforderliche Liquidität lässt sich durch den materiellen Wert eines Gebäudes ebenfalls belegen.
  • In der Familie oder dem Bekanntenkreis ist ein Erbfall eingetreten und man möchte sich über die betreffende Immobilie informieren.

Selbst wenn man sich nur aus reiner Neugierde für den Wert seines Hauses interessiert, ist eine Wertermittlung niemals ein schlechter Schritt. Eventuell erweist sie sich bereits in naher Zukunft als hilfreich bei der Abschätzung marktwirtschaftlicher Entwicklungen.

Möglichkeiten der Wertermittlung

Ob Immobilienbewertung in Kaiserslautern, Bonn oder Fulda: In so gut wie jeder größeren Stadt gibt es Unternehmen, die sich auf die Wertermittlung von Gebäuden spezialisiert haben. Man findet bei Bedarf dementsprechend kompetente Ansprechpartner mit jahrelanger Berufserfahrung. Möchte man hingegen selbst versuchen, sein Eigenheim zu schätzen, kann man aus drei verschiedenen Verfahren wählen. Diese bestimmen bei gebrauchten Grundstücken und Immobilien den sogenannten Marktwert oder auch Verkehrswert, welcher in Orientierung an einem Stichtag die jeweiligen Marktverhältnisse beschreibt. Je nach Art des Besitzes unterscheidet man zwischen:

  • Vergleichswertverfahren: Dieses berücksichtigt den Zustand des Gebäudes und die momentane wirtschaftliche Situation. Das Vorgehen basiert auf den in vergangenen Jahren gezahlten Preisen. Es wird unter anderem bei Wohnungen, Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Bauland angewandt.
  • Ertragswertverfahren: Jene Berechnung bezieht den Wert des Bodens und der Gebäude mit ein. Die Methode eignet sich bei Gewerbeimmobilien und Mehrfamilienhäusern, weil diese vordergründig nicht der Eigennutzung dienen, sondern auf Rendite ausgelegt sind.
  • Sachwertverfahren: Da es vorkommt, dass durchschnittliche Mieten nicht erfragt und keine vergleichbaren Grundstücke herangezogen werden können, erfolgen die Wertermittlung des Gebäudes und des Bodens in diesem Fall getrennt voneinander.

Ein Fall für den Profi

Informiert man sich nicht nur aus reinem Interesse über den Wert der eigenen Immobilie, sondern trägt sich mit dem Gedanken beziehungsweise der festen Entscheidung des Hausverkaufs, ist es ratsam, einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Die Wertermittlungsverfahren bergen für Laien einige versteckte potenzielle Fehlerquellen, sodass sich die zeitliche und finanzielle Investition lohnt, die das Engagement eines Spezialisten mit sich bringt. Schließlich liegt die Bestimmung des Marktwerts damit in guten Händen und bildet eine solide Basis für zukünftige Pläne.

 

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