Haushaltsauflösung? – Was tun?

Es kann jeden treffen. Zu jeder Zeit. Plötzlich steht man vor der Herausforderung einer Haushaltsauflösung oder einer Entrümpelung. Eventuell steht ein Umzug ins Ausland oder in ein Pflegeheim an. Vielleicht hat man eine Immobilie erworben oder geerbt und muss diese nun von ihren ‚Altlasten‘ befreien.

Was unterscheidet einen normalen Umzug von einer Haushaltsauflösung?

Der Unterschied zwischen einem normalen Umzug, der allein schon genügend Herausforderungen mit sich bringt und einer Haushaltsauflösung ist enorm. Während bei einem Umzug, Möbel, Kleidung und Gebrauchsgegenstände verpackt werden, damit sie in der neuen Wohnung wieder verwendete werden können, geht es bei einer Haushaltsauflösung oder einer Entrümpelung darum, die Möbel und anderen Dinge zu entsorgen. Denn sie werden zumindest vom Besitzer ganz oder teilweise nicht mehr benötigt.

Einige Dinge sind natürlich bei Umzug und Haushaltsauflösung gleich. Das sind normale organisatorische Vorgänge wie zum Beispiel:

• Abmelden von Strom, Wasser, Gas, ebenso Telefonanschlüsse und Internet
• bei Mietwohnungen: Kündigung des Mietvertrages
• eventuelle Abonnements von Zeitschriften
• sind noch Rechnungen offen?
• Rundfunkgebühren
• Versicherungen
• bei der Post Bescheid sagen, wegen Adressaufgabe, beziehungsweise einen Nachsendeauftrag organisieren

Auch für einen normalen Umzug lohnt es sich einen Profi zu beauftragen.

Eine Haushaltsauflösung ist arbeitsintensiv

Aber bei einer Haushaltsauflösung gibt es mehr zu beachten, vor dem Neuanfang muss also das Alte zunächst bereinigt werden. Otto Normalverbraucher ist meist überfordert mit all den Dingen, die da zu tun und zu bedenken sind.
Zu den wichtigen organisatorischen Aufgaben kommt dann noch das Ausräumen der Wohnung oder des Hauses und das Entsorgen hinzu.

Neben den emotionalen Belastungen, die zum Beispiel bei Todesfällen auftreten, steht man vor der Herausforderung, Wertloses von Wertvollem zu trennen. Dinge zu entsorgen und das Ganze normalerweise auch noch unter Zeitdruck. Dies gilt natürlich speziell im Falle von Mietwohnungen, denn schließlich will der Vermieter, die Wohnung weiter vermieten.

Wohin mit den Möbeln?

Da man selbst schon ausgestattet ist mit Möbeln und Gebrauchsgegenständen, wird man selbst allenfalls einige Andenken behalten. Der Rest muss weg.
Karitative Einrichtungen sind meist dankbare Abnehmer für Dinge, die noch alltagstauglich sind. Gut erhaltene gebrauchte und gewaschen Kleidung, sowie Möbel und Waschmaschinen finden über sie meist schnell ein neues Heim. Aber nicht alles kann über diesen Weg weitergegeben werden. Entweder sind die Sachen zu kaputt und abgewohnt und müssen entsorgt werden oder sie sind eventuell zu wertvoll um sie einfach zu verschenken.
Wer schon einmal mitgeholfen hat, zum Beispiel nach dem Tod eines Angehörigen, eine Wohnung aufzulösen, weiß wie kompliziert das Ganze sein kann
Die wenigsten haben Kontaktadressen an der Hand, die man benötigt, um Dinge zu entsorgen, die nicht an die Kleiderkammer oder andere karitative Einrichtungen gehen.
Außerdem ist bei der anfallenden Menge, die Trennung in Papier, Plastik und Restmüll unter Umständen nicht so einfach, wie im normalen täglichen Leben.
In der Regel fehlt auch die Zeit und Ruhe zu entscheiden, ob es sich um Kunst oder Krempel handelt. Jeder, der schon einmal eine der einschlägigen TV-Serien gesehen hat, möchte schließlich vermeiden, aus Versehen eine wertvolle Antiquität auf den Müll zu werfen.

Es kann sinnvoll sein, sich an eine Entrümpelungs-Firma zu wenden

Eine Lösung kann die Einbindung von Experten sein. In diesem Fall von Unternehmen, die sich auf Haushaltsauflösungen und ganze Entrümpelungen spezialisiert haben.

Normalerweise bieten diese Entrümpelung-Firmen eine Vor-Ort-Besichtigung des zu entrümpelnden Objekts an. Dann wird gemeinsam entschieden über:

• Was kann noch verkauft werden
• Was ist wertlos und muss entsorgt werden?
• Was möchte man selbst vielleicht als Andenken behalten?
• Gibt es eventuelle Schäden am Objekt, die behoben werden müssen?
• Liegt ein Befall von Schädlingen, wie zum Beispiel Nagetiere oder Kakerlaken vor?

Seriöse Unternehmen werden einen schriftlichen Kostenvoranschlag machen, der es ermöglicht, eine fundierte Entscheidung zu treffen, ob man die Entrümpelung selbst vornehmen will, oder es den Profis überlässt. Meist ist es nach Absprache auch möglich, die Entsorgungskosten etwas zu reduzieren, wenn man einen Teil der Haushaltsauflösung selbst übernimmt.

Ein guter Spezialist ist sein Geld wert

Einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um Haushaltsauflösungen geht, dürfte neben dem Kostenfaktor, der Zeitfaktor sein. Wie viel Zeit steht für die Haushaltsauflösung zur Verfügung? Wenn kein Zeitdruck besteht und man Spaß daran hat, sich durch teilweise jahrzehntealtes Material zu wühlen, dann steht einer privaten Durchführung nichts im Weg. Meistens entsteht aber durch ein aufgelöstest Mietverhältnis, Verkauf und auch durch eingeschränkte Freizeit ein gewisser Zeitdruck, der durch fehlende Manpower noch verstärkt wird.

Teilweise gilt es, schwere Möbel zu transportieren. Eventuelle Antiquitäten sollten geschätzt und verkauft werden. Unternehmen, die Haushaltsauflösungen anbieten, haben normalerweise genügend Personal und Kenntnisse, um zwischen wertvoll und wertlos zu unterscheiden. Sie verfügen sicherlich auch über die Verbindungen, um interessierte Käufer aufzutun. Seriöse Unternehmer in diesem Bereich werden bei der Begehung des Objekts dem Kunden auch ehrliche Einschätzungen geben, ob es in dem Haushalt wertvolle Gegenstände gibt. Über diese Gegenstände machen die Entrümpler dem Kunden eventuell selbst ein Angebot oder verweisen auf Experten, die sich für spezielle Artikel wie Gemälde oder Teppiche interessieren könnten.

Sollte man sich dafür entscheiden, die Haushaltsauflösung selbst durchzuführen, benötigt man unter Umständen auch größere Fahrzeuge für den Abtransport der Möbel, welche man mieten muss. Weitere Kosten können auch durch sogenannte Umzugsschäden entstehen.
Gerade beim Entrümpeln lässt es sich auch nicht immer vermeiden, das Schäden entstehen. Durch das Tragen von Möbeln im Treppenhaus wird vielleicht die Farbe im Flur beschädigt. Bei privater Entrümpelung muss man für die Reparaturkosten selbst aufkommen, sollte die Haushaltsauflösung von einem beauftragten Unternehmen durchgeführt werden, übernimmt dessen Haftpflichtversicherung die anfallenden Kosten.

Ebenso hilfreich sind Profis bei anderen Problemen. Besonders in alten Gebäuden, die schon sehr lange in Benutzung sind, finden sich beim Ausräumen oft verdeckte Schäden oder gar Schädlinge wie Kakerlaken oder Nagetiere. Die Kosten, die durch die Schädlingsbekämpfung durch den Kammerjäger bei Ungeziefer-Befall entstehen können, sind nicht unerheblich und für einen Laien nur schwer einzuschätzen. Professionelle Entrümpler sind in der Lage, eventuelle Reparaturkosten mit einzukalkulieren, um dem Kunden einen reellen Kostenvoranschlag zu machen. Somit ist man vor unliebsamen und teuren Überraschungen gefeit.

Und nicht zuletzt: Vor der Entsorgung genau kontrollieren, ob nichts Wichtiges im Müll landet.

Gerade bei der Entsorgung von Kleidung und Möbeln sollte man darauf achten, dass man nicht aus Versehen wichtige Dokumente, Geld oder Schmuck übersieht. Es ist als wichtig, in den Taschen der Kleidung nachzusehen. Handtaschen auszuräumen und in Schränke zu schauen und Dokumente genauestens anzusehen.

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