Die Zukunft des Immobilienmaklers

Das traditionelle Geschäft des Immobilienmaklers basierte auf Printwerbung und Mund-zu-Mund-Propaganda. Beides hat längst nicht ausgedient, doch die Digitalisierung verändert das Berufsfeld stark. An dieser Zukunft führt kein Weg vorbei, da sind sich Experten wie die Immobilienmakler im Raum Stuttgart einig.

Veränderung der Informationslage durch Onlineportale

Die klassische Printanzeige beschreibt eine Immobilie recht knapp mit Größe der Wohnfläche und des Grundstücks, Lage und einigen Ausstattungsdetails. Fotos sind eher unüblich allein schon wegen der Kosten der Printwerbung. Nähere Informationen erhalten Interessenten nur durch den Kontakt mit dem Immobilienmakler oder direkt mit dem Verkäufer. In Onlineportalen werden Immobilien sehr viel umfassender beschrieben und bebildert. Das kostet viel weniger und verschafft dem Interessenten deutlich bessere Vergleichsmöglichkeiten. Ein großer technischer Fortschritt der Onlineportale besteht darin, dass Interessenten ihre gesuchten Objekte nach Größe, Objekttyp, Ausstattung, Lage, Preis und weiteren Details filtern können. Das mühselige Durchstöbern zahlloser Anzeigen entfällt damit. Drittens können Onlineanzeigen prinzipiell ewig im Netz stehen, während eine Printanzeige an die jeweilige Ausgabe der Zeitung gebunden ist. Irgendwann landet diese im Altpapier. Kaum ein Interessent schneidet Woche für Woche Anzeigen aus, um sie dann mühselig miteinander zu vergleichen. Das bedeutet für den Immobilienmakler: Er muss dem Trend zur Onlinewerbung zwingend folgen, sonst hängt ihn die Konkurrenz ab.

Vorteile bei der Objektakquise durch die Digitalisierung

Der Immobilienmakler verkauft nicht nur und nutzt dabei die Onlineportale, er ist auch selbst Interessent, weil er Objekte akquirieren muss. Dabei profitiert er von denselben Vorteilen wie die Kaufinteressenten, die Onlineportale durchstöbern. Zwar nutzt er immer noch regionale Netzwerke und Einzelkontakte, doch die webbasierten Möglichkeiten werden immer wichtiger. Sie bieten vernetzte Informationen in strukturierter Verfügbarkeit, wobei sehr große Datenmengen verarbeitet werden. Das erleichtert nach der Auffassung des Immobilienverbands IVD die Arbeit der Makler erheblich. Ein Makler muss sich beispielsweise einen ständig aktualisierten Preisspiegel beschaffen. Dazu benötigt er die strukturierten Daten. Außerdem erleichtern es ihm die digitalen Tools erheblich, mit Auftraggebern und Interessenten zu kommunizieren. Allerdings stärkt das nicht unbedingt seine Position auf dem Markt, denn seine Konkurrenten nutzen dieselben Möglichkeiten. Das Geschäft hat sich einfach verändert. Vor allem werden viel mehr Daten verarbeitet.

Könnten Immobilienmakler durch die digitalen Möglichkeiten überflüssig werden?

Nein, eindeutig nicht. Das ist die einhellige Auffassung verschiedener Experten. Für die Transaktion einer Immobilie bleibt demnach die persönliche Begleitung des Verkäufers und Käufers durch den Makler weiterhin entscheidend. Das liegt vor allem daran, dass Käufer und Verkäufer bestimmte Marktmechanismen nicht kennen (können) und daher bestimmten Mythen zum Transaktionsgeschehen anhängen. Beispielsweise glauben manche Verkäufer, sie müssten nur lange genug beharrlich bei ihren (zu hohen) Preisvorstellungen bleiben, um schließlich einen Käufer zu finden, der diesen Vorstellungen folgt. Das gelingt fast nie. Auch wissen sie nicht, wie viele Interessenten es gibt, die sich das Haus eigentlich nicht leisten können. Ein Makler sortiert diese gezielt aus. Auf der Käuferseite herrschen ähnlich irrige Vorstellungen. An diesen ändern auch verfügbare Daten in größter Zahl nichts.

Wie sollten Immobilienmakler ihr Geschäft zukunftssicher machen?

Makler müssen die digitalen Möglichkeiten voll ausschöpfen und gleichzeitig weiter ihre traditionelle Expertise für die Beratung der Kunden nutzen. Bei der digitalen Gestaltung des eigenen Geschäfts ist es wichtig, auf bewährte Programme zu setzen, die Schnittstellen zu den großen Immobilienportalen ermöglichen.

Fazit

Solange die Preise in 2020 und den fortfolgenden Jahren so hoch sind und keine gesetzliche Änderung ins Haus steht, werden Immobilienmakler weiterhin gut verdienen.

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