Immobilienmarkt in Trier – Wie hat dieser sich in den vergangenen Jahren entwickelt?

Mieten, bauen oder kaufen? Vor dieser Frage stehen vor allem viele junge Menschen, nachdem sie ihre ersten Berufsjahre erfolgreich gemeistert haben und nun vor ihrer weiteren Lebens- und Familienplanung stehen. Die Entscheidung ist von vielen individuellen Faktoren abhängig, unter anderem von der Wirtschaftlichkeit der Personen. Dabei gilt es, nicht nur den aktuellen Zeitpunkt zu betrachten, sondern mit einem Blick auf den Immobilienmarkt der vergangenen Jahre auch an die Zukunft zu denken.

Immobilienmarkt in Trier: Der Wohnungsbestand

Laut Zahlen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz aus dem Jahr 2018 gehört Trier im Vergleich zu den anderen kreisfreien Städten des Bundeslandes zu den Gebieten, in denen der Wohnungsmarkt zuletzt am meisten gewachsen ist. Demnach hat sich der Bestand zwischen 2011 und 2018 um 6,4 Prozent vergrößert. Doch der Wohnungsmarkt gilt weiterhin als angespannt, was auch der Schlapp Immobilienmakler aus Trier wahrnimmt in seiner täglichen Arbeit. Um den Bürgern ein Wohnen zu bezahlbaren Preisen zu ermöglichen, wurde unter anderem für Trier eine Mietpreisbegrenzungsverordnung erlassen.

Eine Statistik der Stadt Trier aus dem Jahr 2020 lässt Rückschlüsse auf die Eigentumsverhältnisse zu. Nachdem zwischen 2015 und 2019 immer weniger Kaufverträge für Wohnungen abgeschlossen worden waren, wuchs die Anzahl der vollständig oder zum Teil erworbenen Wohnimmobilien 2020 wieder an. Die Stadt registrierte 1.546 abgeschlossene Kaufvorgänge mit einem Umsatz von 546 Millionen Euro, was einer Steigerung von rund 29 Prozent im Vergleich zu 2019 entspricht.

Immobilienmarkt in Trier: Die Preisentwicklung der vergangenen Jahre

In der Bundesrepublik steigen nahezu überall die Baupreise, die sich aus den Kosten für den Erwerb des Baugrunds und für das Errichten des Gebäudes zusammensetzen. Das gilt insbesondere für Ballungszentren wie Trier, das mit rund 110.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz ist.

2020 betrug die Preissteigerung:

– 7 % bei Neubauwohnungen (>40 m²)

– 9 % bei Gebrauchtwohnungen

– 7 % gebrauchte Einfamilienhäuser

– 13 % Mehrfamilienhäuser

Die durchschnittlichen Mietpreise in Trier liegen etwa auf dem mittleren Landesniveau. So muss für eine 30 Quadratmeter große Wohnung pro Quadratmeter ein durchschnittlicher Mietzins von 12,20 Euro einkalkuliert werden. Im gesamten Bundesland beträgt der durchschnittliche Preis pro m² 12,27 Euro. Bei Wohnungen mit einer größeren Nutzfläche schneidet der Immobilienmarkt in Trier hingegen nicht so gut ab. Die Mietet für eine 60-Quadratmeter-Wohnung beträgt derzeit im Durchschnitt 9,22 Euro (Rheinland-Pfalz 9,16 Euro) pro m².

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt zudem, dass die Mietkosten in Trier geringfügiger gestiegen sind als in anderen Regionen. Der Mietpreisanstieg zwischen 2018 und 2021 für eine 30 Quadratmeter große Wohnung betrug 10,3 Prozent (RP 14,3 %). Bei einer doppelt so großen Wohnung lag er bei 17,1 Prozent (RP 18,7 %).

Übrigens, in einem Vergleich deutscher Universitätsstädte im Jahr 2017 gehörte Trier zu den eher teureren Gemeinden. Damals wurden die durchschnittlichen Mietpreise pro Quadratmeter auf 10,80 Euro beziffert. In Rheinland-Pfalz war lediglich die Landeshauptstadt Mainz (12 Euro) teurer. Der niedrigste Preis für die Wohnungsmiete wurde demnach in Kaiserslautern (8,50 Euro) aufgerufen.

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