Fertiggaragen als Alternative zu gemauerte Garagen

Haus und Garage gehören zusammen. Sehen Sie das auch so? Dann planen Sie sicher beides an einem Stück. Bleibt nur die Frage: Was für eine Garage soll es werden? Individuell und gemauert oder eine Fertiggarage mit vorgefertigten Elementen? Eine Metall- oder eine Betonfertiggarage? Vielleicht aber auch lieber ein Carport direkt ans Haus? Last but not least muss auch noch entschieden werden, ob es eine Einzelgarage oder eine Doppelgarage werden soll. Letzteres ist nicht nur für eine zu beantragende Baugenehmigung, sondern auch für den Garagentypen interessant.

Viele wollen am liebsten einen Stellplatz, der eine gewisse Robustheit aufweist und dem Auto den nötigen Schutz vor Witterung und Sturm bietet. Doch gibt es so viel mehr, worauf es sich im Detail zu achten lohnt …

Hier noch eine kleine Anmerkung: Eine Fertiggarage besteht aus vorgefertigten Elementen, da sind sich alle Bauherren und Hersteller einig. Nicht ganz so sicher sind sich Laien und Experten, wenn es um den Begriff Massivgarage geht. Für die einen ist eine Massivgarage schlicht aus Beton oder Stein. Das kann also auch eine Betonfertiggarage sein. Für  die anderen sind damit ausschließlich gemauerte Garagen gemeint. Wenn in diesem Beitrag mal der Begriff Massivgarage fällt, dann handelt es sich um eine gemauerte Garage. (Vergleich zum Massivhaus)

Fertiggarage vs. gemauerte Garage

Im Folgenden stellen wir die beiden Varianten Fertiggarage und gemauerte Garage vor und geben einen Überblick über die Vor-und Nachteile der beiden Bauweisen.

Kostenfaktor

Ein großer Vorteil einer Fertiggarage ist der Kostenfaktor. Viele Firmen bieten die Fertiggarage zu einem sehr günstigen Preis an und kämpfen so um jeden Kunden. Der Markt ist sehr heiß umworben für Fertiggaragen und gilt gleichzeitig als sehr profitabel. Wir empfehlen Garagen von Concept Beton.
Daher sollte man auf jeden Fall die Preise vergleichen und ruhig mal mit den Firmen handeln, um den Preis nach unten zu drücken.

Wenn Sie jedoch eine gemauerte Garage haben möchten, müssen Sie wissen, dass für den Bau und die Baustoffe viele zusätzliche Kosten entstehen können und sich der Preis somit im Gegensatz zu einer Fertiggarage deutlich höher ansetzen lässt. Während sich die Preisvorstellungen bei einer Fertiggarage um die 2000 Euro bewegen, ist bei einer gemauerten Garage mit 5000 Euro und mehr zu rechnen. Das liegt vor allem an der Anschaffung der Grundmaterialien und ggf. der Werkzeuge, die Sie zusätzlich brauchen. Vieles davon können Sie sich ersparen, wenn Sie sich für vorgefertigte Elemente entscheiden. Auf einen guten Werkstattboden bzw. Garagenboden muss man dabei nicht verzichten.

Zeitfaktor

Weiterhin kann gesagt werden, dass bei einer Fertiggarage der Zeitfaktor einen großen Vorteil darstellt. Vorgefertigte Teile werden aufgestellt und miteinander zu einem Bau verbunden. Schon können Sie die Garage mit Ihrem Wagen befahren und Ihr Auto dort abstellen.

Eine gemauerte Garage hat keine Fertigteile. Sie ist ein klassischer und grundsolider Stein-auf-Stein-Bau. Fertige Wand- oder Seiten-Elemente gibt es nicht.

Sollten Sie daher möglichst schnell eine Garage wünschen, dann eignet sich eine

Fertiggarage am besten für Ihr Vorhaben. Die Arbeit ist wesentlich schneller und unkomplizierter getan. Maurer-Fachkenntnisse sind auch beim Bau einer Fertiggarage von Vorteil, aber im Gegensatz zur gemauerten Garage kein Muss.

Die Stabilität

Viele Bauherren denken, dass selbst bei einer Betonfertiggarage nicht die nötige Stabilität gegeben ist wie bei einer gemauerten Garage. Jedoch entspricht dies nicht der Wahrheit. Die Technologie bei Fertiggaragen hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt. Heutzutage werden die Fertiggaragen, wenn sie aufgestellt werden, ausreichend gestützt und gesichert, sodass Sie sich keine Sorgen machen müssen, dass evtl. etwas einstürzen und Ihren Wagen beschädigen könnte. Viele Hersteller werben mit einer Bombenfestigkeit vor allem bei ihren Betonfertiggaragen und geben eine Gewährleistung auf die Stabilität.

Was Sie allerdings bei jedem Garagentypen selbst aufbringen müssen, ist ein Fundament. Von einer Bodenplatte hängt schließlich die Stabilität des kompletten Baus ab. Punkt- und Streifen-Fundamente sind häufig genutzte Methoden. Dagegen ist das Dach zumeist im Angebot enthalten.Größe, Design, nützliche Features

Sollten Sie sich letztendlich für eine Fertiggarage entschieden haben, dann haben Sie damit auch die Möglichkeit, das Design und die Größe genauestens zu bestimmen. Werfen Sie dazu einen Blick auf den PC bzw. in den Katalog und prüfen Sie anhand von verschiedenen Konfiguratoren, wie Ihre Fertiggarage zum Schluss aussehen soll.

Je nach Anbieter und Hersteller sind Ihre Vorstellungen auf das entsprechende Angebot begrenzt. Sie sollten sich daher die Zeit nehmen, um so viele Anbieter wie möglich zu vergleichen.

Entscheiden Sie sich für eine gemauerte Garage, bestimmen Sie Stein für Stein Ihr eigenes Design. Nur Physik, Statik und ggf. die für Sie zuständige LBO zwecks Baugenehmigung setzen Ihnen Grenzen.

Das hat den Vorteil, dass Sie zum Beispiel auch den bei vielen Fertigelementen unberücksichtigten Faktor Belüftung mit einrechnen können. Mauerwerk ist grundsätzlich belüfteter als der zu einer Masse verdichtete Beton. Zudem können Sie selbst entscheiden, welches Belüftungssystem Sie zur Sicherheit hinzufügen. Was nützt Ihnen die schönste Garage, wenn diese schon bald unschöne Flecken an Wand oder Decke aufweist?

Bei unzureichender Belüftung schwitzen Beton-Fertiggaragen sehr schnell. An Metall-Garagen sammelt sich das Kondenswasser und tropft auf den Boden – auch nicht sehr angenehm.

Abhilfe schafft da freilich der Einbau des richtigen Tores. Sektionaltore beispielsweise können mit Lüftungsgittern versehen werden. Für eine automatische Belüftung müsste die Lüftungssektion mit einem Torantrieb verbunden sein. Die Frage, ob die Garage einen Torantrieb haben wird, stellt sich in den wenigsten Fällen. Wer will schon per Hand sein Garagentor jeden Tag öffnen und schließen, und das bei Wind, Regen, Schnee? Vielmehr geht es hier um die Entscheidung, welcher Antrieb es sein wird.

Können bzw. müssen Sie bei der gemauerten, also individuell von Ihnen gebauten Variante natürlich auch Garagentor und Antrieb selbst auswählen, ist das Angebot bei den Fertiggaragen entsprechend auf Ihren Garagentypen begrenzt. Achten Sie daher auch auf passendes Zubehör.

Beim Faktor Belüftung ist wie gesagt ein Sektionaltor empfehlenswert, am besten sollten Tor und Antrieb vielleicht auch noch aus einer Hand stammen bzw. aufeinander abgestimmt sein. Das ist zum Beispiel bei Hörmann Garagentorantrieben der Fall. Hier haben Sie die Wahl, ob Sie am Tor die Funktion Teilöffnung bedienen oder – bei den aktuellen Antrieben – über Klimasensoren das Tor automatisch auf Lüftungsposition stellen möchten.

Natürlich können Sie je nach Angebot auch eine Tür (als Nebentür) oder ein Fenster mit bestellen. Bedenken Sie jedoch, dass potenzielle Einbrecher zunächst vorhandene Fenster in Augenschein nehmen, bevor sie sich dem Tor überhaupt nähern. Daher sollten diese, ob als verglasten Lichtausschnitt oder als bedienbare Dreh-/Kipp-Variante, zumindest über Verbundsicherheitsglas verfügen. Achten Sie bei einem scheinbar günstigen Komplettangebot Fertiggarage daher auch auf solche Details. Außentüren zu Garagen sollten entsprechend mit Sicherheitsyzlindern und Sicherheitsbolzen ausgestattet und – im besten Fall – ansichtsgleich mit dem Garagentor sein. Ansichtsgleich meint hier, dass nicht nur das Design, sondern oft auch die Torblattstärke mit der der Tür übereinstimmen.

Zusammenfassend ein tabellarischer Vergleich

Gegenübergestellt werden im Vergleich Betonfertiggarage und gemauerte Garage. Ergänzend sei erwähnt, dass die Anschaffung einer Metall-Garage oder eines Carports weniger zeit- und kostenaufwendig ist.

Betonfertiggarage Gemauerte Garage/Massivgarage
Kosten System aus vorgefertigten Elementen, entsprechend kostengünstiger individuelle Fertigung, Beschaffung von sehr vielen Baustoffen und ggf. Werkzeugen, entsprechend kostenintensiver
Zeitfaktor aufeinander abgestimmte Elemente können zeitnah verbaut werden jeder Stein muss von Hand gesetzt und fixiert werden, keine vorgefertigten Elemente; sehr großer Zeitaufwand, Fachkenntnisse erforderlich
Bodenplatte/Fundament muss bauseits vorhanden sein muss bauseits vorhanden sein
Dach auf Angebot beschränkt, meist Flach- bzw. Pultdach individuell erstellbar
Wände auf Angebot beschränkt; vorgefertigt individuell erstellbar
Tor/Nebentür/Fenster auf Angebot beschränkt individuell wählbar

 

Bei einer Garage komplett aus Stahl sei noch gesagt, dass die Automatik Probleme machen könnte. Funkwellen werden von metallischen Oberflächen reflektiert, sodass entsprechend weniger beim Antriebsempfänger ankommen. Auch bei Beton kann sich eine Funkübertragung als problematisch erweisen, da Beton Funkwellen zu einem gewissen Teil absorbiert. Diesen Fakt kennen Tiefgaragenbesitzer nur zu gut. Ein externer Empfänger kann hier zumeist die Schwierigkeit überwinden. Den können Sie in den meisten Fällen jedoch nachrüsten, egal, ob Sie sich zuvor für eine Betonfertiggarage oder eine gemauerte Garage entschieden haben.

Fazit

Gerade wenn man einen Kredit an der Backe hat, schaut man auf jeden Euro. Hier kann die Fertiggarage Kosten sparen. Entscheidend ist wie überall im Leben die für Sie bestmögliche Auswahl. Prüfen Sie gründlich die Angebote von Wand bis Garagentor, bis Sie die für Sie passende Garage finden. Nehmen Sie sich für diesen ersten Schritt etwas mehr Zeit, um im Nachhinein unnötigen Ärger und Zeitaufwand zu vermeiden.

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