Tipps zur Immobilienfinanzierung

Die Mietpreise steigen ständig an, gleichzeitig sind die Kreditzinsen aber so niedrig wie nie zuvor. Dazu kommt, dass Familien neuerdings vom Staat, mit dem Baukindergeld, gesondert gefördert werden.
Dass man da sofort an den Kauf der eigenen Wohnung oder gleich dem eigenen Haus denkt, ist verständlich.
Dennoch gibt es ein paar Dinge, die man davor unbedingt beachten sollte.

Hier 12 Tipps, die bei der Finanzierung und der Einschätzung der Lage helfen sollen

  1. Eigenkapital
    Wie viel Eigenkapital steht zur Verfügung. 10%, besser 20% der Kaufpreises, neben den Erwerbsnebenkosten, also Grunderwerbs­steuer und Notar und Grundbucheintragung, sollte man zur Verfügung haben. Je mehr Eigenkapital, desto niedriger sind wiederum die Zinsen.
  2. Erwerbsnebenkosten
    Wer in Hamburg wohnt, muss von ca. 6,2% Erwerbsnebenkosten ausgehen. Dies teilt sich in 4,5% Grunderwerbssteuer und 1,7% Notarkosten auf. Andere Bundesländer sind durchaus teurer.
  3. Zinsen und Tilgung
    Hier gibt es eine Faustregel:
    (Nominal-)Zins + 1-2% Tilgung geteilt durch 12 Monate.
  4. Wohngeld und Rücklagen
    Auch in der eigenen Wohnung wohnt man nicht kostenlos. Müllgebühren, Verwaltungskosten usw. fällt als Wohngeld an.
    Daneben sollte man Rücklagen für Instandsetzungen Beiseite legen. Man rechnet am besten mit 3-3,5% je Quadratmeter bei Neubauten und 3-4€ bei Altbauten.
  5. Die Belastung
    Wenn man alles zusammen rechnet, sollte die monatliche Belastung nicht mehr als 40% des Nettoeinkommens betragen. Aber das 13 Monatsgehalt und weitere Zuzahlungen sollten dabei nicht berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollte man bei zwei Gehältern auch davon ausgehen was wäre, wenn eines davon wegfallen würde, bspw. wegen Geburt eines Kindes.
  6. Tilgungsdarlehen
    Die einfachste Methode ist das Tilgungsdarlehen. Auf diese Weise tilgt man jedes Jahr ca. 1% des Kredits.
  7. Kombi-Modelle
    Keine Kombi-Modelle! Anstatt den Kredit zu tilgen spart man in ein eine Lebensversicherung oder Bausparvertrag.
  8. Staatliche Zuschüsse
    Man sollte sich immer erkundigen, ob man Anspruch auf staatliche Zuschüsse oder öffentliche Förderungen hat. Zur Zeit kann man als Familie das Baukindergeld in Anspruch nehmen. So erhalten Förderberechtigte pro Kind 12.000€
    Energiesparende Maßnahmen werden ebenfalls bezuschusst, hier empfiehlt sich ein Blick auf die Seite www.baufoerderer.de.
  9. Zinsbindung
    Bei so niedrigen Zinsen, sollte man eine Bindung von 15 Jahren und mehr vereinbaren.
  10. Sondertilgung
    Wenn das Einkommen es erlaubt, dann sollte man auf jeden Fall Sondertilgungen vereinbaren. Mittlerweile gibt es die fast bei jeder Bank mit 5% im Angebot mit inbegriffen.
  11. Steuersparmodelle
    Diese sollte man auf jeden Fall meiden!
    Man sollte niemals einen Immobilienvertrag abschließen, auch nicht bei der seriösesten Bank, die man sich vorstellen kann. Anstatt hier Steuern zu sparen hat man nur überteuerte Wohnungen und viel zu hohe Provisionen, die gezahlt werden müssen.
  12. Markt
    Man sollte sich möglichst viele Häuser und Wohnungen anschauen, bevor man sich entscheidet. Denn nur so bekommt man ein Gefühl für den richtigen Preis.

Hier gibt es weitere Tipps zur Immobilienfinanzierung.

1 Kommentar zu „Tipps zur Immobilienfinanzierung“

  1. Eigenkapital soll groß sein, damit die Zinsen niedrig sind. Diese Abhängigkeit ist sehr wichtig, um den Kauf von einem Haus richtig zu planen. Ich rechne unbedingt mit den Notarkosten, weil man ohne Notar keine Verträge grundsätzlich schließen kann. Danke für die Information zum Thema Immobilienfinanzierung!

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