Dezentrale Lüftungsanlage – was ist das und für wen lohnt sie sich?

Nach einer technischen Definition ist die Lüftung ein technisches System, bei dem Frischluft in Räume oder Gebäude geleitet wird. Lüftungsanlagen lassen sich grob in zentrale und dezentrale Systeme unterteilen. Ein dezentrales Lüftungssystem ist so konzipiert, dass die Lüftungsgeräte paarweise in verschiedene Positionen innerhalb einer Anlage unterteilt sind. Der erste Schritt für die Installation einer dezentralen Lüftungsanlage ist die Planung und Berechnung der erforderlichen Luftmengen.

Ab welcher Hausgröße lohnt sich eine dezentrale Lüftungsanlage

Wie der Name dezentral schon sagt wird damit nicht aus einer zentralen Anlage das komplette Haus belüftet. Dies bedeutet, dass für kleine Häuser / Wohnungen diese Anlagenform höchst wahrscheinlich optimal ist. Die Faktoren, die berücksichtigt werden müssen sind die folgenden:

  • Raumgrößen
  • Anzahl der zu belüftenden Räume
  • Schnitt
  • Isolierung des Hauses und insbesondere der Fenster

Hier ein kleines Beispiel, bei dem sich eine dezentrale Lüftungsanlage lohnt. Angenommen, sie haben ein kleine haus mit einem innen liegenden Bad und möchten die feuchte Luft nach außen transportieren. Dazu sind die Fenster in den anderen Räumen ältere einfach verglaste Holzfenster. Dadurch ist eine natürliche Lüftung der anderen Räume gegeben. Ein dezentrale Anlage wäre hier vollkommen überdimensioniert. Hier wäre eine lokale kleine Lüftungsanlage wahrscheinlich vollkommen ausreichend. Böse Zungen würden wahrscheinlich sagen, man kann das Bad auch in den Flur lüften und von dort verteilt sich die Feuchte. Dies ist aber abhängig von den Gegebenheiten und soll keine Empfehlung darstellen.

Vorteile einer dezentralen Lüftungsanlage

Eine dezentrale Anlage hat ab einer gewissen kleinen Größe viele Vorteile. Der für die meisten der wichtigste Punkt sind die Kosten. Da gezielt in einzelnen Räumen eine Anlage installiert wird, spart man sich den großen Kostenblock der zentralen Anlage. Typische Preise für ein Gerät liegen  bei eine dezentralen Wohnraumlüftung zwischen 400 bis 600 Euro. Übrigens arbeiten die Anlagen auch heute mit Sensoren und werden nur dann aktiv, wenn auch wirklich gelüftet werden muss. Sprich wenn die feuchte oder der CO² Gehalt in der Luft zu hoch wird.

Wärmerückgewinnung

Ein weiterer Punkt ist die Wärmerückgewinnung. Gerade im Winter möchte man nicht die teuer erwärmte heiße Luft nach draußen blasen und wieder kalte ins Gebäude leiten. Dennoch benötigt man frische und trockenere Luft. Die Wärmerückgewinnung sorgt dafür, dass der warmen Luft, die nach draußen geleitet wird die Wärme entzogen wird. Gleichzeitig wird die Energie dafür eingesetzt die kalte Luft von draußen zu erwärmen. Je nach System und Dämmung kann man hier einen Großteil der Heizkosten sparen. Genaue Informationen gibt es bei der impruf GmbH. Bis zu 80% der ansonsten nach draußen verlorenen Wärme lassen sich auf diese Weise im haus halten.

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